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Alte Kredite ablösen

Das Abösen alter Kredite kann einen Zinsvorteil mit sich bringen, das häufigere Motiv ist jedoch die Zusammenfassung von Altschulden, über die der Überblick verloren ging und/oder bei denen es Zahlungsschwierigkeiten gab. Das Zinsargument greift wiederum in absoluten Niedrigzinsphasen. Seit der letzten Leitzinssenkung der EZB sind Darlehen so günstig geworden, dass viele Verbraucher mit neuen, extrem niedrigen Zinsen alte Kredite ablösen wollen.

Alte Kredite ablösen: Ersparnisse durch niedrige Zinsen

Die Ersparnisse fallen unter drei Bedingungen besonders hoch aus, wenn Kreditnehmer ihre alten Kredite ablösen:

  1. Die neuen Zinsen fallen deutlich niedriger aus.
  2. Die Altschulden sind noch recht hoch.
  3. Die Laufzeit wird nicht verlängert.

Eine Laufzeitverlängerung wird beim Abösen der alten Kredite oft angestrebt, um einer Überschuldungssituation zu entgehen. Das neue Darlehen, das die Altkredite ablöst und zusammenfasst, läuft dann mit niedrigeren Monatsraten etwas länger, doch dadurch erhöht sich auch die Zinslast. Ob damit trotz niedrigerer Zinsen noch etwas gespart werden kann, muss im Einzelfall berechnet werden. Die Ersparnisse unter den angegebenen Bedingungen sind gegeben, auch wenn sie nicht unbedingt überschätzt werden sollten. Sollten etwa noch 20.000 Euro offenstehen und bei einer noch dreijährigen Laufzeit durch die Kreditablösung ein Zinsvorteil von zwei Prozent erzielt werden (ein optimistisches Szenario), so betrüge die Ersparnis für die Verbraucher 622 Euro.

Unter welchen Voraussetzungen kann ich alte Kredite ablösen?

Die maßgebende und grundlegende Voraussetzung für eine effektive Ersparnis ist die Möglichkeit, die Altkredite ohne Vorfälligkeitsentschädigung kündigen zu können. Das ist bei den meisten Verbraucherdarlehen der Fall. Dann muss natürlich noch ein neuer Geldgeber gefunden werden, der ein Darlehen in ausreichender Höhe vergibt, um die Altkredite damit auf einen Schlag ablösen zu können.


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